bloemhagen

Tuesday, December 05, 2006

prag in wort und bild


Eigentlich ist der gesamte Prag-Aufenthalt vor allem von unten genanntem Ereignis geprägt gewesen. Es ist jetzt zwar schon eine Weile her, aber in meiner Erinnerung immer noch mehr als gegenwärtig. Wie man sich denken kann, ist die Welt der kitschigen Feiertage auf jeden Fall die meine. Das erste richtige (obwohl in Prag) Thanksgiving mit allem was das dazu gehört. Ich war soooo aufgeregt. Der Truthahn wog übrigens über 14 Kilo, aber nur weil sich Erin (Susans Cousine) bei der Umrechnung vertan hatte. Aber umso besser, denn deshalb gab es auch die Folgetage noch lauter Köstlichkeiten wie turkeysalad, turkey-curry etc. Mein favorites waren ja die Süsskartoffeln und die Cranberrysauce. Der Abend war echt schön, vor allem weil Susans Familie total viele Leute eingeladen hatte, die aus aller Welt in die Tschechische Metropole gezogen sind. Umzingelt von mindestens 4 Englischakzenten hab ich den Abend mit vollem Bauch und Schnaps gemeistert.
Am Freitag waren wir dann den ganzen Tag sightseeing. Das macht mit Amis ja immer besonders viel Spass. Ehrlich! Haben alles mitgenommen Schlösser, Kirchen, die Karlsbrücke, die berühmte Astronomische-Uhr. Prag erinnert wirklich ein bißchen an Paris und echt wunderschön. Susan war völlig vernarrt in die russischen "ladys" (matroschkas), so dass wir jeden Tourishop abgesucht haben um die schönste der schönen zu finden. Abends waren wir dann noch in einem Vivaldi-Konzert in einer der unzähligen Kirchen. Ich weiss, ich studier was mit Kultur (deshalb waren wir auch an Kafkas Geburtshaus), aber für klassische Musik, insbesondere Geigen, hab ich echt nicht viel übrig. Auf dem Rückweg hat uns dann noch der Taxifahrer dermaßen abgezogen, dass ich mich malwieder total (unnötig) aufgeregt habe, aber zu meiner Verteidigung scheint das ziemlich oft zu passieren. Völlig erschöpft bin ich dann auf meiner Schlafstätte zusammengebrochen. Den kompletten Samstag haben wir dann mit shoppen verbracht, allerdings haben wir nix passendes gefunden und besonders günstig war es auch nicht. Sonntag morgen war ich dann mit Otto(Susans Cousin)und den beiden Kindern Ulee und Ace fühstücken und aufm Spielplatz. Susan schläft ja immer nen bißchen länger. Tja da kann man mal sehen. So viel zu Prag.....

thanksgiving in prag





Monday, December 04, 2006

catch up






nich, dass ich nur mit dem Unistoff hinterher hänge (Papa das hast du jetzt nicht gelesen;-)...komme auch erst jetzt wieder zum schreiben. ein gutes zeichen! tatsächlich hab ich viel zu tun, aber das geht ja nun schon seit vier monaten so. krass, habe das ertse semester rein unterrichtsmäßig schon fast hinter mir, obwohl offiziell gibt es keine ferien. Inoffziell hab ich im Januar gar keinen Unterricht. Musste auch schon meine Kurse fürs nächste Semester wählen, alles ganz bequem über Internet von zuhause aus. In meiner Hektik und Entscheidungsfreude hab ich gleich mal 5 anstatt 2 ausgewählt. Eigentlich nur, weil ich nicht gepeilt habe, wann die Kurse tatsächlich stattfinden. Sicher ist sicher. Und vor allem, nächstes Semester wird alles besser, besser organisiert. Rückblickend kann ich sagen und ich weiss, das klingt sehr weise, ist das Studium trotz großem Aufwand einfach super. Wir (die 20 Leude aus meinem Programm)hatten heute in meinem "core-course" schon Abschlussbesprechung und ich kann mit vollster Überzeugung sagen, dass "Cultural Analysis" (ich weiss, dass is abstrakt wie sonst nur was) genau das ist, was ich studieren will. In der Diskussion kam raus, dass wir alle so begeistert sind und dass wir alle ein gemeinsames Interesse teilen. Oh das klingt jetzt wie ne Sekte, aber vielleicht ist es das ja auch. Ich war so glücklich in FFO, weil ich dort vor allem die tollsten Leute meines Lebens kennengelernt habe, aber rein Uni technisch passt das Studium hier doch viel besser zu mir. Es ist einfach gut Leute zu treffen, die an dem ganzen Theoriezeugs genauso interessiert sind. Das klingt nen bißchen arrogant, aber dafür möchte ich diese Leute ja auch nicht in meinem unbedingten Umfeld haben. Langsam denke ich, dass das ganze Heimweh wenigstens dafür gut war. Ich habe 4 Monate überlebt, vielleicht schaffe ich dann auch noch die restlichen 1,5 Jahre oder mehr.
Langsam hat sich hier auch meine Flur-Gang etabliert (siehe Fotos) und wir suchen noch nach dem Gleichgewicht zwischen lernen und weggehen. Ach in dem Zusammenhang bin ich gleich mal in Martins Gruppe "wir glühen härter vor, als ihr feiert" oder so ähnlich eingetreten. Alleridings scheint es manchmal kaum einen Unterschied zu machen, ob wir in Amsterdam sind oder irgendeiner anderen Stadt. Meistens schaffen wir es nur in die Bar gegenüber (uns Pat aus Sicherheitsgründen werde ich jetzt nicht den Namen nennen), aber die macht wenigstens nich schon um 1 uhr zu. Cassie und ich haben außerdem ein neues Ritual ins Leben gerufen, wir gehen unter der Woche (oder Mo-Mi) nur auf ein Bier weg, dann erspart man sich den Kater. Ich muss sagen, es klappt. Trotzdem als "girls night out" verschrien.
Oh letztes Wochenende war ich zum zweiten Mal auf ner "dutch" Party mit echten Amsterdamern. Der einzige Grund, warum wir überhaupt dahin gegangen sind. Tja was soll ich sagen...war ganz nett und es gab Bier umsonst. Ansonsten kann ich noch keine eindeutigen Chrarakterzüge ausmachen. Diese Woche gibt es da eigentlich noch ne weitere Chance für Erkundungen, dazu nächste Woche dann mehr.
Jetzt geht es erstmal ans Essay schreiben. Und dann ist Weihnachten. Sinterklaus, ich glaube das gleiche wie Nikolaus bei uns, wird hier schon morgen groß gefeiert. Allerdings ist das ein ganz normaler Arbeitstag, aber des Abends feiern die hier los mit Geschenken und so. Hier im Wohnheim is dann wohl auch was los. Man darf gespannt sein. Am 24. etc wird dann auch noch mal gefeiert, aber wohl bescheidener. Andere Länder andere Sitten (das wollte ich schon immer mal schreiben.juhu). Ja besonders schrecklich: es gibt hier keinen Weihnachtsmarkt. Und jeder, der mich nur ein bißchen kennt weiss, dass ist worauf ich das ganze Jahr warte. Ich denke an euch, wenn ihr unter den Linden oder in der Kulturbrauerei Glühwein trinkt. Oder besser denkt an mich. (Franzi weisste noch im letzten Jahr, als wir aufm Weg zu Minimal immer noch schnell oder auch langsam nen Glühwein getrunken haben....ach war das schön!)
In diesem Sinne....
malwieder keine fotos